Montag, 19. Juni 2017

Bienenfleißig: Mahlower "Bienenschwärmer" ernten den ersten Honig

„… die Biene ist klein unter allem, was Flügel hat, und bringt doch die allersüßeste Frucht“ (Sirach 11,2). – Das kann man wohl sagen. Süß ist sie, die Frucht, die die Bienenschwärmerbienen schon im ersten Monat erflattert haben. Und beeindruckend ertragreich: 15 Kilo. In Worten „fünfzehn“! Das ist das Ergebnis der ersten Honigernte der „Bienenschwärmer“. Im Mai erst hat das Volk hier auf dem Hoffbauer Bildungscampus Logis genommen. Seither waren die Bienen ausgesprochen emsig sammelnd und bestäubend unterwegs. Anfang Juni konnte erstmals geerntet werden. Nun folgen die Endbearbeitung und die Abfüllung. Und bald schon kann der erste Hoffbauer Bildungscampusbienenschwärmerhonig bei Ihnen auf dem Frühstückstisch stehen. Hoffbauer macht eben mehr als Schule – z.B. Honig ;-). (Mehr über die Bienenschwärmer erfahren Sie unter https://bieneninmahlow.wordpress.com/).

Dienstag, 30. Mai 2017

Leben & Lernen im Land der Digital Natives

Erinnern Sie sich, wann Sie zum ersten Mal einen Computer benutzt haben? Oder ein Mobiltelefon? Oder ein Smartphone? - Was für manche von uns dem Eintauchen in eine völlig neue Welt gleichkam, gehört für die Kinder und Jugendlichen, die heute Kitas und Schulen besuchen ganz selbstverständlich zu ihrem Lebensumfeld. Wie verändern sich Leben und Lernen im Zeitalter der „Digital Natives“? Wo liegen Chancen, wo Gefahren? Was bedeutet der Veränderte Umgang mit Medien für Familien, für Kita, für Schule? - Am 20.06.2017 haben wir Gelegenheit, zu diesen und weiteren Fragen mit Dr. Daniel Hajok von der Arbeitsgemeinschaft Kindheit, Jugend und neue Medien ins Gespräch zu kommen. Wir bitten um Anmeldung an sekretariat.grundschule-mahlow@hoffbauer-bildung.de. (Um eine Spende zur Deckung der Unkosten wird gebeten.)

Donnerstag, 11. Mai 2017

Von Fahrradhelmen, PowerPoint, Verkehrszeichen und Hormonen...


In der Woche nach den Osterferien begaben sich die Kinder der Jahrgänge 4-6 in homogene Gruppen. Die Viertklässler beschäftigten sich mit der Verkehrserziehung, um am Donnerstag erfolgreich die Fahrradprüfung bestehen zu können. Viel Erfolg dafür! Die Fünftklässler wiederum befassten sich mit ihren Körpern: wie sieht es eigentlich in mir drin aus? – Davon zeugen ausgestellte Körperumrisse. Was passiert in der Pubertät? Und heißt es jetzt behüten oder verhüten?

Im "Senior Project" wählten die Sechstklässler ein eigenes Thema: Warum haben Meerschweinchen keinen Schwanz? Gibt es eine zweite Erde? Was macht ein Bürokaufmann? Ist „YouTuber“ ein Beruf? - Das sind nur einige der gewählten Themen. An Computern und Laptops wurde recherchiert, in der Bibliothek nach Büchern geforscht und eine "professionelle PowerPoint" oder eine "kleine Facharbeit" mit richtigem Zitieren und Quellenangaben erstellt. Mit dem Senior Project verabschieden sich unsere Sechstklässler so langsam von der Grundschulzeit und wagen einen Blick auf das, was sie ab Klasse 7 erwartet. Allen Eltern sei hier Dank gesagt für die Unterstützung, sei es beim Beschaffen von Material, richtigem Einstellen des Fahrradhelmes, Hilfestellung beim Recherchieren und Schreiben, Übungsfahrten mit dem Rad, Löcher-in-den-Bauch-fragen lassen etc.pp. :-).

Mittwoch, 10. Mai 2017

Lernen im Dialog - Fortbildung zum Dialogischen Lernen auf dem Hoffbauer Campus in Mahlow

Am kommenden Freitag und Samstag begeben sich die Kolleginnen und Kollegen des Hoffbauer Campus in Mahlow gemeinsam mit Gästen aus anderen Hoffbauer Schulen und Kitas auf die Spuren des Dialogischen Lernens. Zum Hintergrund hier ein Auszug aus einem in der Hoffbauer-Rundschau IV 2016 erschienen Beitrag zum Dialogischen Lernen:

Seit mehr als zehn Jahren besteht das Netzwerk „Dialogisches Lernen“. Entwickelt wurde der Ansatz von den Schweizer Professoren Dr. Urs Ruf (Germanist) und Dr. Peter Gallin (Mathematiker) am Institut für Dialogisches Lernen und Unterrichtsentwicklung der Universität Zürich. Die Kernidee des Dialogischen Lernens beschreiben die beiden so:
„Dialoge im Unterricht sind Dialoge zwischen Ungleichen. Als gleichwertige Gesprächspartner können sich Lehrende und Lernende nur begegnen, wenn nicht ihr Wissensgefälle den Austausch strukturiert, sondern ihre singulären Positionen. Als Ich und als Du haben sich Lehrende und Lernende wechselweise etwas zu sagen, zwischen dem Wissenden und dem Nichtwissenden gibt es nur die Belehrung, die das Gefälle beseitigt. Die singulären Welten aller Menschen, die sich am Unterricht beteiligen, sind gleichberechtigt. Keine singuläre Welt ist berechtigt, als absoluter Maßstab zur Vermessung anderer Welten aufzutreten. In diesem relativistischen Denken darf man als Fehler nur das bezeichnen, was, gemessen an der Welt, in der man gerade arbeitet, inkonsequent ist. Diese wirklichen und einsehbaren Fehler darf man unter keinen Umständen verwechseln mit Abweichungen, die sich ergeben, weil man eine fremde Welt ausmisst und dabei seine eigene Welt absolut setzt. Es braucht Mut und Risikobereitschaft, die singulären Welten der Schülerinnen und Schüler als prinzipiell gleichberechtigt zu anerkennen und das Vertrauen in ihren Gestaltungswillen und ihre Eigenaktivität zu setzen. Haben Sie diesen Mut!“ (Quelle: http://www.lerndialoge.ch/)

Pädagogische Hochschule Zug, Schweiz. Etwa 100 Lehrerinnen und Lehrer haben sich versammelt, um zwei Tage lang zum Thema „Dialogisches Lernen“ zu arbeiten. Die 9. Jahrestagung ist wie alle zuvor sehr praxisnah angelegt. Den Auftakt bilden drei Beispiele aus der pädagogischen Praxis von Kollegen aus der Schweiz und Deutschland. „Gott suchen. Dialogisches Lernen im Religionsunterricht der Jahrgangsstufe 6“, „Dialogisches Lernen im Mathematikunterricht der Sekundarstufe I“ und „Autorenrunde – gemeinsam über die Qualitäten eigener Texte nachdenken (Grundschule)“ sind die Themen. Dialogisch sind nicht nur die Praxisbeispiele angelegt, dialogisch ist auch der Austausch zu den Vorträgen gestalten: „Das habe ich für mich als Kerngedanken festgehalten.“ – „Was hast du als besonders bemerkenswert oder frag-würdig notiert?“ – „Das nehmen wir als spannende Frage in den weiteren Verlauf der Tagung mit!“ – Was sich anschließt ist der Austausch in Fachgruppen – eng am Material der Kinder, das im Unterricht entstanden und u.a. in Journalen dokumentiert ist, und nah an den Fragen der erfahrenen und der neu mit dem Ansatz befassten KollegInnen. 


Der Ansatz „Dialogisches Lernen“ bildet an einigen Hoffbauer Schulen eine didaktisch-methodische Säule und die Grundlage für das Qualifizierungsprogramm QUALIQUER des „Institut für Bildung und Entwicklung“ der Hoffbauer gGmbH. Für das Schuljahr 2017/18 sind entsprechend ausgerichtete „Didaktisch-methodische Werkstätten“ geplant.

Dienstag, 9. Mai 2017

Nicht nur die Liebe, auch Leben und Lernen gehen durch den Magen ;-)

Und weil das so ist, wollen wir dem Thema auf dem Hoffbauer Campus in Mahlow mehr Raum geben – zum Entdecken, zum Ausprobieren, zum Schmecken, Riechen, Selbermachen – und Genießen. Ein ganz konkreter Raum ist von den Kindern längst in Besitz genommen worden: Die neue Küche im Eingangsbereich des Schulhauses. Schon seit einigen Wochen wird dort gebacken und gemixt, gewürzt und gekostet. Und auch seit einigen Wochen hat das dienstägliche Schülercafé dort seine Heimat gefunden. Am 03. Mai wurde die Küche nun auch von den Erwachsenen „eingekocht“ – als kleines Dankeschön für die Unterstützung durch den Förderverein des Hoffbauer Campus, ohne den die Küche nicht hätte finanziert werden können, wurde zu einem dreigängigen Menü geladen. Und das wurde – wie auch sonst – gemeinsam zubereitet. Ein paar bildliche Impressionen finden Sie hier. – Im Kern geht es bei dem, was wir stärken wollen, um praktische Ernährungsbildung (nicht nur) für Kinder. „Ich kann kochen“ heißt das Projekt, das die Sarah Wiener Stiftung und die Barmer Ersatzkasse mit dieser Zielsetzung gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Als Multiplikatorin hat Heike Frahm-Baumert an einer entsprechenden Schulung teilgenommen, kann sich nun „Genussbotschafterin“ nennen und wird das Vorhaben auf dem Hoffbauer Campus maßgeblich befördern. Am Ende geht es dabei um viel mehr, als darum, möglichst günstig und lecker den Magen zu füllen. Es geht um Freude am Genuss, um Achtsamkeit gegenüber sich selbst und unserer tierischen und pflanzlichen Umwelt, um Gesundheit und um ein Bewusstsein dafür, dass unser tägliches Brot eben keine nebensächliche Selbstverständlichkeit ist. – Zum täglichen Brot gehören neben dem warmen Mittagessen in der Mensa oder den Kitaräumen auch die Vesperangebote am Nachmittag. Im Schulhaus wird die Vesper perspektivisch in der Küche ihren passenden Ort finden. In der Kita gehört darüber hinaus auch das gemeinsame Frühstück zu den Highlights des Tages. Seit einiger Zeit wird das monatliche Gruppenfrühstück durch ein von Eltern organisiertes Müsli bereichert, das sich großer Beliebtheit erfreut. Ein voller Erfolg. Dafür an dieser Stelle ganz herzlichen Dank!